Darstellung der Privatschule
„LERN MIT MIR im Universellen Leben“
beim Wettbewerb zum
Deutschen Schulpreis 2008
der Robert Bosch Stiftung, Heidehof Stiftung,
stern




Inhalt

Vorbemerkung
Leistung
Umgang mit Vielfalt
Unterrichtsqualität
Verantwortung
Schulklima, Schulleben und außerschulische Partner
Schule als lernende Institution

Vorbemerkung
Das Erziehungskonzept der Schule ist ganzheitlich angelegt und berücksichtigt Lernen mit allen Sinnen, mit Herz und Verstand sowie die Entdeckung und Förderung der vielfältigen Talente und Fähigkeiten. Die Erziehung orientiert sich an den Zehn Geboten Gottes und den Grundsätzen der Bergpredigt des Jesus von Nazareth gemäß der „Goldenen Regel“: „Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg´ auch keinem andern zu!“. Diese Richtschur zieht sich durch alle Bereiche des täglichen schulischen Lebens.

Die Erziehungsziele sind:

Geradlinigkeit, Offenheit, Ehrlichkeit

Die Erziehung führt die Kinder und Jugendlichen dahin, dass sie im Leben „ihren Mann“ und „ihre Frau“ stehen können und dass sie in geradliniger Art und Weise für die Familie und für die Gesellschaft sind.

Das Zusammenleben in der Schule gestaltet sich nach folgenden Leitlinien:

Leistung

Mehrmals im Jahr werden klassenübergreifende Projekte unter jeweils einer Überschrift veranstaltet, z.B. Natur/Ernte, Tier- und Umweltschutz, Ernährung/Kochen, Sport, Kunst oder Kultur/Literatur/Theater). Zur Kreativitätsförderung werden je nach Thema Künstler oder Autoren dazu eingeladen. Dabei werden Themenvorschläge von Schülern aufgenommen und gemeinsam erarbeitet und umgesetzt. Anschließend folgt eine Präsentation und Dokumentation vor Schülern und Eltern, z.B. bei Schulfesten, Abschlussfeiern, Tagen der offenen Tür.

In regelmäßigen Klassenprojekten (z.B. Themen aus der Geschichte wie z.B. „Das Leben der Indianer“, Tier- und Umweltschutz, Lesenächte, Gedicht- und Schreibwerkstatt, Schülerzeitung, Schülerbetrieb, Bewerbungstraining usw.) lernen die Schüler selbstbestimmt und zielgerichtet zu arbeiten.

Unsere Erfahrung zeigt, dass die Förderung der vielfältigen Talente und Fähigkeiten im Unterricht, in Projekten und in über 30 Interessengemeinschaften am Nachmittag (Konzept der Ganztagsschule) mit der eine positive Rückkopplung auf die schulischen Leistungen hat. Besonders förderlich auf das Lernverhalten wirkt sich auch das individuelle Eingehen auf die Schüler aus, wenn sie etwas bedrückt oder beschäftigt. Nach der Klärung können sie anschließend wieder konzentriert am Unterricht teilnehmen.

An unsere Schule ist eine eigene Musikschule angeschlossen, die den Schülerinnen und Schülern das Erlernen einer Vielzahl von Instrumenten sowie das mehrstimmige Singen im Chor anbietet. Regelmäßig finden musikalische Vorführungen oder Talentwettbewerbe statt, die das Schulleben mit ästhetischer Bildung bereichern.

In den letzten Schuljahren nahm die Schule an vielen Wettbewerben teil: So nimmt z. B. jede 7. Jahrgangsstufe jedes Jahr am Bundeswettbewerb für Fremdsprachen teil. Dazu erarbeitet die Klasse jeweils im ersten Halbjahr ein Drehbuch zu einem Film. Diesen nehmen die Schüler selber auf und bearbeiten ihn auch beim Schneiden und Gestalten selbstständig. Die 8. Jahrgangstufe nimmt am Filmwettbewerb „Klappe“ teil. Hinzu kommen u.a. die Teilnahme an Wettbewerben der Bundeszentrale für Politische Bildung, der Schülerzeitungs-Wettbewerb des Kultusministeriums und der Süddeutschen Zeitung sowie der „Umweltschule in Europa“.

Im Projekt „Kinder und Pferde“ lernen über 50 Schülerinnen und Schüler den natürlichen Umgang mit Pferden. Sie versorgen eigenständig unter Anleitung die 10 Pferde, auch am Wochenende und die Ferien. Mehrere Gruppen fahren einmal pro Woche auf einen naheliegenden Gnadenhof und helfen hier bei der Versorgung und Betreuung der Tiere mit.

Ab der 1. Klasse lernen die Kinder verschiedene Berufe in Betriebserkundungen kennen. Sie helfen beispielsweise mit bei der Apfelernte und sind bei der Herstellung von Apfelsaft dabei. Eine Besonderheit unserer Schule sind die Lernwerkstätten in der 7. Klasse: Aus 20 Berufen wählen die Schülerinnen und Schüler 5 Berufe aus, die sie in diesem Schuljahr näher kennen lernen möchten. Zwei Monate lang schnuppern die Jugendlichen am Donnerstagnachmittag in den jeweiligen Beruf hinein.
In der 8., 9. und 10 Jahrgangstufe finden zweiwöchige Betriebs- und Berufspraktika statt sowie Betriebserkundungen. In Schülerbetrieben lernen die Jugendlichen Grundbegriffe des Wirtschaftens kennen.

In den Ferien werden in der 9. und 10. Klasse Crashkurse für die Prüfungen für den Qualifizierenden Hauptschulabschluss und die Mittlere Reife angeboten.

Wir bejahen die positive Entwicklung jedes Schülers und machen die Erfahrung, dass diese Haltung die Schüler motiviert und ihr Selbstvertrauen bestärkt. Das führt zu erfolgreichen Leistungen.

Die Ergebnisse beim Qualifizierenden Hauptschulabschlusses der vergangenen Jahre belegen den Erfolg: Sie gehören zu den besten in ganz Bayern! Diese Ergebnisse sind für eine Hauptschule außergewöhnlich erfolgreich.

Unsere Schule wollte von Anfang an - durch neue pädagogische Inhalte und Maßnahmen -der üblichen Apostrophierung der Hauptschule als „Restschule“ entgegentreten.

Aufgrund der soliden Basis, die Schüler an der Schule erhalten haben, erzielen sie auch in weiterführenden Schulen gute oder sehr gute Ergebnisse, etliche unserer ehemaligen Schüler studieren inzwischen an Hochschulen und Fachhochschulen.

Wer sich für das Berufsleben entscheidet, findet auch eine Lehrstelle, denn Schüler aus der Privatschule LERN MIT MIR sind weithin bekannt für ihren Einsatzwillen, den guten Umgang und das selbstständige Arbeiten. Sie haben gelernt, wie man lernt.

Viele Schüler bringen durch das reiche Nachmittagsangebot in über 30 verschiedenen Interessengruppen Talente zur Entfaltung, die ihnen später beim Einstieg ins Berufsleben zugute kommen. Beispielsweise machen einige Mädchen, die jahrelang im Projekt „Kinder & Pferde“ und auf dem Gnadenhof „Heimat für Tiere“ aktiv waren, inzwischen eine Ausbildung zur Tierarzthelferin oder Tierpflegerin. Einige Schüler, die während ihrer Schulzeit an Film- oder Schülerzeitungs-Projekten teilnahmen, absolvieren eine Ausbildung im Medienbereich. Besondere Erfolge erzielten Schülerinnen im Tanzen. Eine Schülerin der 10. Klasse und unterrichtet neben der Schule schon als voll ausgebildete Tanzlehrerin in einer Tanzwerksatt.

Umgang mit Vielfalt

Unterrichtsmethoden
Durch verschiedene Unterrichtsmethoden, bei denen die Schüler aktiv in die Unterrichtsplanung und Projektplanung mit einbezogen werden, wird ihre Eigenverantwortlichkeit gefordert und gefördert. Der Lehrer sieht sich als Helfer und Berater.
· Tagesplan- und Wochenplanarbeit · Lernzirkel · Gruppenarbeit · Freiarbeit
· Methodenlernen nach Klippert · Projektarbeit · Museums- und Theaterbesuche
· Unterrichtsgänge und Betriebserkundungen · Fachleute in den Unterricht hereinholen
Kein Schüler geht verloren
Individuelle Lernleistung wird gefördert durch
· Innere Differenzierung · äußere Differenzierung in Modulen nach individuellem Lernbedarf · kleine Lerngruppen · Übungsstunden statt Hausaufgaben (mit individueller Hilfe durch den Lehrer) · Crashkurse in den Ferien als Prüfungsvorbereitung · Schülerpatenschaften (ältere Schüler helfen jüngeren beim Lernen) · Tutorensystem (Schüler gleichen Alters helfen einander) · Schüler aus elf verschiedenen Nationen und unterschiedlichstem sozialen Hintergrund · jeder Schüler wird dort abgeholt, wo er augenblicklich steht, mitgenommen und begleitet. Dadurch kann sich jeder Schüler in seiner Persönlichkeit entwickeln.
Prinzip der Schulfamilie
Die Gleichbehandlung wird in allen Bereichen gefördert. Jeder ist wichtig und wird ernst genommen. Dies zeigt sich an folgenden Beispielen:

Förderung der Internationalität

Unterrichtsqualität

Unser Anliegen ist es, dass die Schüler so viel wie möglich in die Unterrichtsgestaltung einbezogen sind und selbstständig oder in Partner- bzw. Gruppenarbeit Aufgabenstellungen durchdenken.

Mit Hilfe verschiedener Unterrichtsformen und vor allem durch die freundschaftliche Atmosphäre entwickeln die Schüler Freude am Lernen und eine gute, motivierte Arbeitshaltung. Die pädagogische Arbeit und der Unterricht sind gleichermaßen wichtig. In der Grundschule beginnt der Tag mit einer Spielstunde (1./2. Klasse). Von der 1. bis zur 10. Klasse gibt es am Morgen ein Wohlfühlfrühstück mit einem ausführlichen Morgenkreis, in dem die Kinder und Jugendlichen erzählen und sich aussprechen können. Werden hier Konflikte deutlich, die die Schüler von Zuhause mitgebracht haben oder die mit anderen Schülern oder mit Lehrern bestehen, versuchen wir diese, so schnell wie möglich zu lösen, damit die Kinder den Kopf und das Herz frei haben fürs Lernen. Die Kinder tragen Konflikte oder Verbesserungsvorschläge auch in anderen Klassen vor. So passiert es oft mehrmals die Woche, dass Schüler anderer Jahrgangsstufen an der Klassentür klopfen: „Wir möchten etwas ansprechen“. Jeden Morgen wird der Tages- bzw. der Wochenablauf besprochen und geplant. Hierbei werden Ideen der Schüler mit einbezogen und so weit wie möglich noch am gleichen Tag in die Tat umgesetzt. Auch wenn während des Tages Vorschläge oder Konflikte auftauchen, wird flexibel darauf eingegangen.

So entwickelte sich in einer Grundschulklasse aus einem Bericht im Morgenkreis ein mehrwöchiges Projekt über die Haltung von Hundewelpen. Ein Mädchen berichtete, dass ihre Mutter eine Straßenhündin aus Spanien, die trächtig sei, nach Deutschland holen und so vor dem sicheren Tod retten wolle. Sofort entwickelte sich die Idee, diese Aktion mit der Klasse zu begleiten. Nach der Ankunft des Hundes erzählte das Mädchen jeden Morgen. Bald konnte man im Internet unter Tier-Engel.de Bilder der Welpen sehen. Nun fing die Klasse an, Texte zu den Bildern zu schreiben. Sie wurden zu einem Buch gesammelt und allen stolz vorgelesen. Auch schwächere Schüler, die sich mit dem Schreiben schwer taten, waren eifrig bei der Sache. Die Rechtschreibung konnte dabei gut geübt werden, weil ja jeder Buchstabe für die Veröffentlichung an der Wandzeitung der dritten Klasse bewusst getippt werden musste. Und nicht zuletzt lernten die Kinder den ersten Umgang mit dem Computer: speichern, drucken, Bilder laden, verkleinern, Schriftenfarben benutzen usw. Dabei war es wichtig, dass die Kinder lernten, sich gegenseitig zu helfen und erst, wenn der Nachbar oder die „Computermeister“ nicht mehr weiter wussten, die Frage an den Lehrer ging. Natürlich wurden die Hundewelpen auch besucht. Die Kinder durften sie streicheln und spürten ihre Wärme. Aber sie hörten auch, wie groß die Verantwortung für ein Tier ist: Jeden Tag spazieren gehen, Essen kaufen, putzen und pflegen - und das ein Hundeleben lang.
Durch solche von den Kindern kommenden Ideen halten wir den Unterricht lebendig und spannend. Es versteht sich von selbst, dass hierbei eine Vielzahl von Lehrplaninhalten abgedeckt wird.
Immer wieder finden in der Grundschule klassenübergreifende Projekte statt. So werden z.B. in Mathematik bei den Themen Wiegen, Messen, Multiplikation, Division und Textaufgaben verschiedene Gruppen gebildet. Die Schüler suchen sich selbstständig die Aufgaben aus, die mit Farbe nach Schwierigkeitsgrad (praktisch, rechnerisch, kognitiv) geordnet werden. Interessant ist, dass sich Schüler oftmals schwerere Aufgaben aussuchen, als sie eigentlich ihrer Jahrgangsstufe entsprächen. Die Lösungen können sie selbstständig kontrollieren.

Schon in der ersten und zweiten Klasse beginnen die Kinder, freie Texte zu schreiben. Während die erste Klasse noch in Druckschrift schreibt, kann die zweite schon die Schreibschrift nutzen.

Zum Einsatz kommen auch in höheren Klassen verschiedene methodische Varianten wie die Lerntheke. Hierbei suchen sich die Schüler z.B. im Biologieunterricht Texte selbstständig aus, bearbeiten diese in Gruppen- oder Partnerarbeit und stellen sie nachher der Klasse vor.
Auch der Lernzirkel motiviert die Schüler zum Lernen. Neben Pflichtstationen kommen auch Zusatzangebote zum Einsatz. In Physik besteht dann z.B. die Möglichkeit, verschiedenartige Versuche durchzuführen.
Je nach Fach wird beispielsweise mit Gruppenpuzzle oder Expertenteams gearbeitet. So ist es möglich, dass fünf verschiedene Texte gelesen werden. Anschließend wird über den Inhalt gesprochen, dieser zusammengefasst und als Hefteintrag oder Wandzeitung gestaltet
Die Wochenplanarbeit hilft den Schülern das selbstständige Planen und Einteilen ihrer Aufgaben zu lernen. Jeder arbeitet während feststehender Zeiten an einem anderen Thema. Auch hier ist neben Einzel- auch Partner- oder Gruppenarbeit möglich. Schwächere Schüler kann der Lehrer in einer Kleingruppe gezielt fördern. Zur Wochenplanarbeit gehört auch, dass die Aufgaben für die Woche durchgesprochen werden und die Schüler selbst einschätzen, wie viele Stunden sie für das jeweilige Thema benötigen. Gerade das gemeinsame Planen hält die Motivation hoch.

Gerne wird an unserer Schule auch der Computer eingesetzt. In den mehrmals im Jahr stattfindenden Projekten ist die Internetrecherche ein wichtiges Informationsmedium. Die Präsentation erfolgt anschließend vor der Gruppe oder der Klasse.
Im Kunstunterricht der höheren Klassen werden die praktischen Arbeiten oder die Themen aus der Kunstgeschichte intensiv durchdrungen und in zusätzlichen Stunden im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft am Nachmittag vertieft.
Wird das Thema praktisch gestaltend bearbeitet, so besitzt der Lehrer durch sein eigenes Tun Verständnis und weiß, den Schülern richtig zu helfen. Es gibt auch die Möglichkeit, dass die Schüler sich aus verschiedenen Schwierigkeitsgraden für sie passende Themen aussuchen. Immer wieder gibt der Lehrer individuelle Hilfen. Er macht Mut und sucht in jedem Kunstwerk das Positive, eine besonders schöne Stelle. Später präsentieren die Schüler ihre Arbeiten selber und helfen bei der Selbsteinschätzung, die für die Notengebung wichtig ist. Zur Vertiefung der Lehrplaninhalte bieten wir speziell in Kunst mehrere Interessengemeinschaften an, die am Nachmittag stattfinden.

Die Schüler sollen lernen, den Tagesablauf selber einzuteilen und dabei auch den Biorhythmus zu beachten. Oft kann es hilfreich sein, vor Unterrichtsbeginn erst einmal eine Runde Fußball zu spielen, um dann um so besser ans Lernen zu gehen. Wir gehen auch hier immer auf Ideen und Wünsche der Schüler ein.

In der regelmäßigen äußeren Differenzierung vor allem in Deutsch und Mathematik (7. Klasse: 2 Stunden pro Woche · 8. Klasse: 4 Stunden pro Woche · 9. Klasse: 4 Stunden pro Woche, davon 2 Std. Deutsch und 2 Std. Mathematik) teilen sich die Schüler selber verschiedenen Lerngruppen zu. In Rechtschreibmodulen wird ein Thema eine Woche lang wiederholt, andere arbeiten in dieser Zeit selbstständig beispielsweise mit literarischen Texten. So ist eine Differenzierung zwischen verschiedenen Lernniveaus möglich. Wichtig ist hierbei das gegenseitige Erklären.
Derzeit haben wir zwei Schülerfirmen an der Schule. Die 10. Klasse ist im Fach Informatik und im kaufmännisch-technischen Bereich gut gebildet. Die Jugendlichen beschlossen, ihr Wissen an andere weiterzugeben. So entstand die Idee von Computerkursen, die von den Schülern an zwei oder drei Abenden durchgeführt werden. Eltern, Bekannte oder jüngere Schüler können sich anmelden und gegen eine Kursgebühr ihr Computerwissen auffrischen oder erweitern. Die Jugendlichen der 10. Klasse wollen das erwirtschaftete Geld für ihre Klassenreise verwenden. Natürlich sind die Schüler hoch motiviert und überlegen sich im Team: Wie soll der Flyer aussehen? Wer gestaltet die Internetsite? Wer ist geeignet, bei den Kursabenden die Leitung zu übernehmen? Es wird gezielt im Team gearbeitet und die verschiedenen Fähigkeiten der Jugendlichen werden für die „Firma“ eingesetzt.

Die andere Schülerfirma kommt aus der 6. Klasse. Die Kinder stellen biologisches Eis selbst her und verkaufen es einmal in der Woche in der Pause an Schüler und Lehrer. Mit dem Erlös soll ein Projekt im Schulgarten finanziert werden, das die Kinder seit einiger Zeit durchführen. Bei diesem Schulgarten-Projekt lernen und erleben die Kinder nicht nur die Aussaat und Pflege von Pflanzen, sondern auch die Haltbarmachung der geernteten Früchte

Im letzten Schuljahr gab es eine Schülerfirma der 8. Klasse, die ein halbes Jahr lang in einer Fahrradwerkstatt, bei einer Auto-Innenreinigung und in einem Schülercafé tätig war. Hierzu teilte sich die Klasse in Teams auf: Eine Gruppe war zu bestimmten Zeiten in der Fahrradwerkstatt tätig. Alle Schüler wurden durch Flyer eingeladen, ihre defekten Fahrräder zu bringen. Unterstützung erhielten die jungen Techniker von einem ehemaligen Ingenieur, der als Rentner ehrenamtlich die Schüler unterstützte. Eine andere Gruppe warb Lehrer und Eltern als Kunden: zu bestimmten Zeiten wurde die gründliche Innenreinigung ihrer Autos angeboten. An zwei Nachmittagen gab es eine Großaktion: „Wir reinigen Ihr Auto, während Sie Kaffee & Kuchen genießen“. Bis zu 10 Autos wurden auf dem Schulhof parallel gereinigt, während die Autofahrer sich im Schülercafé Kaffee, Tee, Eis und verschiedene – im Hauswirtschaftsunterricht selbst gebackene – Kuchen und Torten schmecken lassen konnten. - Das erwirtschaftete Geld deckte fast ein Drittel der Kosten ihrer Klassenfahrt.

Schülerfirma der sechsten Klasse beim Eisverkauf.

Verantwortung

Im Mittelpunkt des Erziehungskonzeptes steht der rücksichtsvolle Umgang mit den Mitmenschen und der Natur. Der verantwortungsbewusste Umgang mit Gebrauchsgegenständen sowie der Einrichtung unseres Schulhauses ist uns ebenso ein Anliegen.
Das Schulleben ist jeden Tag eine Herausforderung und das soziale Miteinander muss immer wieder neu erarbeitet werden. Das ethische Prinzip „Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg´ auch keinem andern zu“ durchdringt alle Bereiche und stellt eine effektive Hilfe in allen Situationen dar.

Die Elternarbeit ist eine wesentliche Säule in der erziehlichen Arbeit.
Häufige Klassenelternabende, “Große“ Elternabende (mit allen Eltern der Schule), Themenabende unter dem Motto „Eltern helfen Eltern“, Vorträge von Experten zu Themen wie Ernährung, Medien oder Suchtprävention sowie vielfältige Feste und Feiern geben jedem die Möglichkeit, verantwortlich mitzumachen. Eine Elterninitiative bietet in den Ferien tageweise Betreuung an, es finden aber auch sportliche Freizeitwochen statt.

Die Selbstverantwortung der Schüler wird auf unterschiedlichste Weise gefördert.

Das Schulhaus ist die Lebenswelt aller
Für das Klassenzimmer, das Schulhaus und den Garten tragen alle Verantwortung und helfen bei der Pflege mit. Die Atmosphäre ist wohnlich mit vielen Pflanzen, schönen eingerichteten Räumen und hellen Farben.

Verantwortung für Natur und Tiere

Verantwortung für die berufliche Zukunft

Verantwortung der Lehrer

Gesundheitserziehung

Schulklima, Schulleben und außerschulische Partner

Die Teamstruktur im Kollegium und das Miteinander mit den Schülern bringt die Atmosphäre für ein gutes Schulklima

Öffnung der Schule und außerschulische Partner

Partnerschaft mit der Agentur für Arbeit
Seit Jahren arbeitet die Schule eng mit der Agentur für Arbeit zusammen. Der Berufsberater steht den Jugendlichen mehrmals im Jahr in der Schule zur Verfügung.
Ferienprogramm Marktheidenfeld
Die Schule unterstützt seit Jahren das Ferienprogramm der Stadt Marktheidenfeld mit mehreren Angeboten.

Schule als lernende Institution

An der Schule gibt es sowohl die wöchentlichen Lehrerkonferenzen, als auch tägliche Besprechungen mit allen an der Schule Wirkenden (Lehrer, Erzieher, Sozialpädagogen, Hausmeister und Hauswirtschaft):